Sanierung der Kläranlage: Effizienz und Umweltschutz im Fokus

Der Zweckverband Verbandskläranlage Schwandorf-Wackersdorf investiert kräftig in
die Sanierung der Kläranlage: Zwei Millionen Euro fließen in die Reinigung der Faultürme
und weitere 500.000 Euro in die Sanierung der Förderschnecken.
Die beiden Faultürme der Kläranlage Schwandorf werden saniert. Betriebsleiter Johann
Fleischmann informierte den Verbandsvorsitzenden des Zweckverbandes,
Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller, über den Baufortschritt. Nach dem
Abbau der technischen Anlagen werden die Betonflächen sandgestrahlt und saniert.
Es folgt der Einbau einer neuen Mischtechnik samt Rohrleitungen. „Die Arbeiten verlängern
die Lebensdauer der technischen Anlagen“ betont Betriebsleiter Johann
Fleischmann. Und: „Durch den Einbau neuer Techniken können die Faulbehälter deutlich
energieeffizienter betrieben werden.“
Wenn alles nach Plan verläuft soll der erste sanierte Faulturm noch vor dem Winter
wieder in Betrieb gehen. Nach der vollständigen Inbetriebnahme wird das gleiche Verfahren
beim zweiten Faulturm wiederholt. Ein Kran hebt den Mischer und das Mischrohr
aus dem Faulbehälter. Zuvor muss der Faulbehälter mit einem Volumen von 1.300
Kubikmetern vollständig geleert werden.

Sanierung der Förderschnecken

Parallel zu diesen Arbeiten läuft die Sanierung der drei Förderschnecken im Einlaufhebewerk.
Sie heben das Abwasser um acht Meter an, bevor es im freien Gefälle durch
die Anlage fließt. Jede der drei Schnecken wiegt sechs Tonnen und hat eine Pumpleistung
von 440 Liter pro Sekunde. Diese Maßnahme wird drei Jahre dauern und kostet
500.000 Euro. Die Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro werden folgendermaßen aufgeteilt:
Die Stadt Schwandorf trägt 70 Prozent, die Gemeinde Wackersdorf 30 Prozent.
Seit 2012 gehört auch die Gemeinde Steinberg am See zum Verbund, ist aber kein
eigenes Verbandsmitglied, sondern der Gemeinde Wackersdorf zugeordnet.
Die erste Schnecke wurde vor kurzem nach der Revision wieder eingesetzt. Das Technische
Hilfswerk Nabburg stellte vorsorglich zur Überbrückung eine Schmutzwasserpumpe
und Bypass-Rohrleitungen bereit, um auch bei Regenereignissen den Zulauf
sicher verarbeiten zu können. Wegen des anhaltend trockenen Wetters war der Einsatz
jedoch nicht erforderlich.
Bevor das eingeleitete Abwasser in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden
kann, durchläuft es verschiedene Reinigungsprozesse. „Die Anlage garantiert eine
dem Gewässer- und Umweltschutz entsprechende Abwasserentsorgung“, versicherte
Johann Fleischmann. Jährlich fallen rund fünf Millionen Kubikmeter Abwasser zur Reinigung
an. Der Betriebsleiter erklärt weiter, dass durch alle Reinigungsstufen hindurch
Schlämme mit hohem Wasseranteil entstehen. Diese faulen unter Luftabschluss in den
Türmen und werden anschließend zur Trocknung an den Zweckverband Thermische
Klärschlammverwertung Schwandorf weitergeleitet.